Studium an privater Hochschule

Für viele Studierende ist heute eine private Hochschule der Studienort der Wahl. In der Regel bietet eine private Hochschule exzellente Studienbedingungen und große Praxisnähe für das Studium. Allerdings fallen dafür auch hohe Studienkosten an. Daher solltest du auf die Erstellung der jährlichen Steuererklärung auf keinen Fall verzichten. Idealerweise kümmert sich ein Steuerberater um deine Steuererklärung kümmert. Er stellt sicher, dass du die steuerlichen Vorteile für Studierende in vollem Umfang ausnutzt.

studentensteuererklärung

Private Hochschule – das personalisierte Studium

Für eine private Hochschule haben sich derzeit über 200.000 Studierende entschieden. Die „Privaten“ bieten ihren Studierenden ein individuelles und hoch personalisiertes Studium. Mit der Entscheidung für eine private Hochschule sind zahlreiche Vorteile verbunden:

  • Eine private Hochschule richtet sich bei der Auswahl der Studierenden meist nicht nur nach dem Notendurchschnitt, sondern führt individuelle Auswahlverfahren durch. Daher bietet diese auch vielen Studienbewerbern eine Chance, die sonst am Numerus Clausus scheitern würden.
  • Eine private Hochschule verfügt über eine moderne materielle Ausstattung.
  • Eine private Hochschule hat mit den sogenannten Massen-Universitäten nichts zu tun. Du studierst in kleinen Gruppen und kannst mit individueller Betreuung rechnen.
  • Eine private Hochschule richtet ihr Studienangebot an den Bedürfnissen der Wirtschaft aus und ermöglicht dir ein sehr praxisnahes Studium.
  • Eine private Hochschule ist bestens ausgerichtet für ein berufsbegleitendes Studium.
  • Die Abbrecherquoten sind gering.

Private Hochschule – Kosten und Finanzierung

Allerdings kostet ein Bachelor-Studium an einer privaten Hochschule im Schnitt 520 Euro monatlich, die Lebenshaltungskosten sind hier noch nicht eingerechnet. Trotzdem ist eine private Hochschule nicht nur etwas für Studierende aus vermögenden Elternhäusern. Viele private Hochschulen bieten großzügige Stipendienprogramme an. Studentische Arbeitsmöglichkeiten zu guten Konditionen ergeben sich häufig direkt in den Partnerunternehmen. Natürlich kannst du für dein Studium an einer privaten Hochschule auch BAföG beantragen oder einen Studienkredit in Anspruch nehmen.

Die Steuererklärung – für Studierende an privaten Hochschulen besonders wichtig

Wenn du eine private Hochschule gewählt hast, können auch Steuervergünstigungen dazu beitragen, dein Studium zu finanzieren. Um von Steuervergünstigungen zu partizipieren, musst du wiederum eine Steuererklärung erstellen und dabei die richtigen Angaben machen. Und genau hier wird es kompliziert. Ein Steuerberater hilft da weiter.

Beispielsweise kannst du die Studiengebühren für die private Hochschule nur dann von der Steuer absetzen, wenn du eine eigene Steuererklärung beim Finanzamt einreichst. Auch wenn deine Eltern dein Studium finanzieren, können sie in ihrer Steuererklärung für dich keine Studienkosten für die private Hochschule geltend machen.

Falls du bereits eine Berufsausbildung absolviert oder einen dualen Studiengang gewählt hast, gelten die Studiengebühren als Werbungskosten und sind in unbegrenzter Höhe von der Steuer absetzbar. Solltest du derzeit über kein oder nur ein sehr geringes steuerpflichtiges Einkommen verfügen, beantragst du in deiner Steuererklärung einen Verlustvortrag. Anschließend wirken sich deine Ausgaben für die private Hochschule in deinen ersten Berufsjahren nach dem Abschluss steuermindernd aus und führen zu teils ansehnlichen Steuererstattungen.

Ihr habt Fragen zum Thema Verlustvortrag oder Erststudium? Nehmt gerne kostenlos und unverbindlich Kontakt mit uns auf.

Bei einer Erstausbildung stellen die Studienkosten dagegen sog. Sonderausgaben in der Steuererklärung dar. Sie sind auf 6.000 Euro pro Jahr begrenzt und ein Verlustvortrag ist in einem ersten Schritt nicht möglich. Auf die Abgabe einer Steuererklärung solltest du trotzdem nicht verzichten. Falls die steuerliche Unterscheidung zwischen Erst- und Zweitausbildung in Zukunft aufgehoben wird, kannst du deine Studienkosten für die private Hochschule in vollem Umfang als Werbungskosten geltend machen und den Verlustvortrag in Anspruch nehmen. Voraussetzung dafür ist, dass die entsprechenden Steuererklärungen und Steuerbescheide vorliegen, damit diese nicht verjähren.

Wichtig: Sämtliche Kosten, die dir durch dein Studium entstehen, gilt es anzugeben.

Studium als Erstausbildung? Trotzdem Steuererklärung abgeben

Näheres zum Thema weshalb auch sog. Erststudenten eine Steuererklärung abgeben sollten, findest Du in unserem Ratgeber zum Thema Studentensteuererklärung.

Die am 20.02.2018 vom Bundesverfassungsgericht veröffentlichte Liste der in diesem Gerichtsjahr zur Entscheidung anstehenden Verfahren enthält in Nr. 20 die anhängigen sechs Verfahren i.S.d. Absetzbarkeit der Erststudienkosten.

Nach Rücksprache mit dem BVerfG besteht damit eine gewisse Wahrscheinlichkeit, aber keine absolute Sicherheit, dass es in den nächsten 6-12 Monaten zu einer Entscheidung kommt. Daher empfehlen wir allen sog. Erststudenten, also Studenten, die direkt nach dem Abitur angefangen haben zu studieren, eine Steuererklärung abzugeben.

Was ein Steuerberater für dich leistet

Du stehst das erste Mal vor der Herausforderung, eine Steuererklärung zu erstellen? Lass einen Steuerberater über deine Finger schauen.

Ein Steuerberater wird dafür sorgen, dass deine Steuererklärung vollständig und sachlich richtig ist. Er kennt die Feinheiten des Steuerrechts und garantiert, dass du kein bares Geld verschenkst. Hierfür prüft er auch deine Steuerbescheide und legt bei Fehlern Einspruch ein. Durch deinen Steuerberater gewinnst du Erstattungs- und Planungssicherheit.

Ihr habt Fragen zum Thema Verlustvortrag oder Erststudium? Nehmt gerne kostenlos und unverbindlich Kontakt mit uns auf.